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Thunersee
die Quelle und ihre Jahreszeiten
 

Feiertage Frühjahr 2003: auf und im See herrscht, bedingt durch traumhaftes Wetter, Hochbetrieb. Ein zufälliger Tauchgang nach den Feiertagen  liess unsere Herzen bluten. Ende April 2003 hatten die Algenteppiche der Quelle  tiefen Narben. Die Ankerspuren zogen sich quer durch das ganze Quellgebiet. Ausgelöst von unachtsamen Flossenschlägen waren auf dem Feld des grossen Algenteppichs Meter grosse Stücke zurück geschlagen und gaben das nackte Sediment preis. Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld. Die Quelle hüllte sich in düsteres Wolkenwasser. Es schien, als wolle sie sich verbergen um im Stillen ihre Wunden zu pflegen. Es dauerte über ein Jahr, bis diese Schäden heilten!

Im Dezember 03 beschlossen wir, die Quelle während einem Jahr regelmässig zu besuchen, um sich abzeichnende Veränderungen, ausgelöst durch Natur oder menschliche Einflüsse, festzuhalten. Bei diesem all monatlichen Tauchgang notierten wir Einzelheiten, fotografierten und entnahmen Wasser- und Bodenproben. 
Vinzenz Mauerer, SUSV Kontaktstelle Biologie, half uns die entnommenen Proben zu untersuchen und zu bestimmen. 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass ich immer wieder mit Fragen und Anliegen an ihn gelangen kann.

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Blicke durch das Mikroskop

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Narben im Algenteppich

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Unaufmerksamkeit, manchmal Gedankenlosigkeit oder zu viele Besucher auf einmal verursachen oft innerhalb kurzer Zeit grosse Schäden. Die Natur benötigt danach Monate, um die durch Flossen oder Anker zugefügten Narben wieder zu heilen.

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Schwefelbakterien ohne Licht

Was ist das Geheimnis ihres Bewuchses? 
Was verbirgt sich hinter den pinkfarbenen Belägen? 
Wie verlaufen die Zyklen von Pflanzen- und Tierwelt?

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 Schwefelbakterien mit Licht

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Tanzender Wasserderwisch oder Schwefelflocken?

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Abgelegtes Ballkleid oder Schwefelbakterium?

Wie auch immer, tauchen in der Quelle kann  wie ein märchenhafter Traum sein. Lassen wir keine neuen Alpträume entstehen.
Wenn wir zur Quelle Sorge tragen, wird sie sich auch in Zukunft in ihren schönsten Jahreszeiten-Kostümen präsentieren. Deshalb mein Aufruf:
Wir sind nur Besucher und haben den Naturschönheiten mit entsprechendem Respekt  und Rücksicht zu begegnen. Tarieren ist oberstes Gebot, die Augen sind zum Sehen da, nicht die Hände.
Die Natur wird es Euch danken. 

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